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Geschichte und Personen

Der Direktor des McCloy-Programms an der Harvard Kennedy School ist Mathias Risse, Professor für Philosophie und Public Policy an der Kennedy School. Er steht den Stipendiaten vor Ort mit Rat und Tat zur Verfügung.

Gründerväter des Programms gab es viele, die wichtigsten waren Shepard Stone, der damalige Direktor des Aspen-Instituts in Berlin, Guido Goldman, der Gründer des Center for European Studies in Harvard, Jim Cooney, der erste und langjährige Programmdirektor, Graham Allison, damals Dekan der HKS, und Derek Bok, damals Präsident von Harvard. Von deutscher Seite war die Volkswagenstiftung maßgeblich am Zustandekommen des Programms beteiligt.


John Jay McCloy

Der 1895 in Philadelphia geborene Rechtsanwalt und Bankier John Jay McCloy war eine der einflussreichsten Figuren des amerikanischen öffentlichen Lebens und des Bankenwesens zwischen 1930 und 1970. Er studierte Jura in Harvard, arbeitete als Anwalt in New York, wurde Assistant Secretary of War und geriet so ins politische Umfeld von Roosevelt, Truman, MacArthur und Eisenhower. Er wurde 1947 zweiter Präsident der frisch gegründeten Weltbank und 1949 ziviler Nachfolger General Clays als High Commissioner for Germany. Wegen seiner Beziehung zu Deutschland erhielt er 1985 die Ehrenstaatsangehörigkeit der Bundesrepublik.

Nach seiner Rückkehr wurde McCloy Vorstandsvorsitzender der Chase Manhattan Bank und war für die Familie Rockefeller tätig. Er war "Disarmament Adviser" für John F. Kennedy, wurde später als Vorsitzender in das Board der Ford Foundation und in den Council on Foreign Relations berufen. Der Republikaner McCloy diente allen US-Regierungen von Roosevelt bis Reagan. John McCloy starb im Jahr 1989.

Das Leben und Wirken von John McCloy war keineswegs unumstritten. Diskussionen gab es immer wieder über seine Rolle bei der Internierung der japanischstämmigen Amerikaner im Zweiten Weltkrieg, bei der nicht erfolgten Bombardierung der Eisenbahngleise ins Konzentrationslager Auschwitz und bei der Begnadigung von Kriegsverbrechern. Eine Folge waren auch Kontroversen bei der Benennung des McCloy-Programms, als es 1983 eingeführt wurde.


 Bücher

McCloy-Jahrgang 2010 (Hrsg.): Harvard Explores Germany. 22 Students From Around the World at Home with the McCloy Scholars – München 2009

Guido Houben und Tim Maxian Rusche (Hrsg.): Leadership as a Vocation. Celebrating the 25th Anniversary of the McCloy Program at Harvard University – Nomos Verlag 2008

Sebastian Lorenz und Marcel Machill (Hrsg.): Transatlantik. Transfer von Politik, Wirtschaft und Kultur. Mit Beiträgen von Helmut Schmidt, Kurt Biedenkopf, Werner Weidenfeld, Joseph Nye u.a. – Westdeutscher Verlag 1998


Presseberichte

30. 03. 2013 / McCloy-Programm: Deutsche Denker in Harvard – Wirtschafts Woche

12. 01. 2004 / Zauberlehrlinge an der goldenen Schultafel. 19 Millarden Dollar Stiftungsvermögen und 40 Nobelpreisträger - Das Erfolgsgeheimnis des ältesten US-Colleges ist die Auswahl der Studenten – Süddeutsche Zeitung

24. 06. 2003 / Führungsreserve auf Abwegen. Programm erfolgreich, Ziel verfehlt: Nur wenige McCloy-Stipendiaten zieht es von Harvard in deutsche Ministerien – Süddeutsche Zeitung

12. 2002 / Schulen der Macht. In zweijährigen Master-Studiengängen lehren amerikanische Universitäten das Handwerk der internationalen Politik. – Die Zeit

23. 03. 2002 / Auch NGOs brauchen Kosten-Nutzen-Analysen. Studieren in Amerika: Die Kennedy School will auf Führungsaufgaben im Gemeinwesen vorbereiten – Frankfurter Allgemeine Zeitung

12. 2002 / Harter Verstand, weiches Herz. Die Kennedy School der Harvard-Universität trainiert Profis für die Entwicklungshilfe. – Die Zeit

23. 04. 1983 / Honorable or Criminal? The Kennedy School's John I. McCloy Fellowship – The Harvard Crimson